Fotos sind Wirklichkeit – sind Fotos Wirklichkeit?

Sie kennen sicherlich das Bild von Magritte: „Ceci n’est pas une pipe“ – Dies ist keine Pfeife, als Schriftzug unter der Pfeife. Soll heißen: Es ist keine Pfeife, sondern das Bild einer Pfeife. Damit reflektiert er unsere gesamte Wahrnehmung von Bildern. Zeigt Ihnen jemand das Bild eines Hauses und befragt Sie, was Sie sehen, so werden Sie vermutlich sagen: Ein Haus. Nicht: Das Foto eines Hauses.
Dies zeigt, wie wir Fotos heute wahrnehmen. Im ersten Schritt sind Fotos für uns immer Wirklichkeit.

Aber: Das 21. Jahrhundert änderte unser Verständnis von Fotos.

Im Zeitalter der Influencer, Filter und Facetune-Apps ist uns eigentlich klar, dass Fotos kaum noch die Wirklichkeit darstellen, sondern ein künstliches Konstrukt darstellen. Dieses Wissen begegnet mir als Fotograf fast täglich, wenn meine Kunden sagen: Das können Sie ja dann mit Photoshop machen.
Genau hier liegt aber auch die Krux: Werden Bilder zu sehr bearbeitet, gestellt und aufbereitet, nimmt der Betrachter das Foto eben nicht mehr als Wirklichkeit wahr. Er fühlt sich manipuliert und reagiert ablehnend.

Wie werden Fotos zu Wirklichkeit?

Erinnern Sie sich doch einmal zurück an eine Situation aus Ihrer Kindheit, die Ihnen im Gedächtnis geblieben ist. Wie erinnern Sie sich an diese? In der „Innenperspektive“? Oder sehen Sie sich selbst mit in der Situation? Wenn wir  als Erwachsene an unsere Kindheit zurückdenken, so finden wir in unserem Kopf tatsächlich oft Fotos aus dieser Zeit wieder. Mit ihnen zusammen wurden die Gefühle und Eindrücke der Situation abgespeichert.
Das heißt: Anders als Sprache, die unser Gehirn erst „übersetzen“ muss, sind visuelle Eindrücke in unserem Gehirn direkt präsent und werden so auch schnell wieder abgerufen. Nicht umsonst erinnert sich das Publikum einer Präsentation in der Regel nicht an das, was vom Dozent gesagt wurde, sondern an das, was an die Wand projiziert und gezeigt wurde. Zusätzlich erinnern wir uns dann aber auch an die weiteren damit verbundenen Sinneseindrücke. Sehen wir das Bild einer Rose, haben wir nicht nur die Rose vor Augen. Wir erinnern uns an ihren Duft, an das samtige Gefühl der Blütenblätter und den Schmerz der Dornen, an das Summen der Biene auf der Blüte usw.
All diese Punkte können wir uns als Fotografen gerade für Werbefotos zunutze machen:
  • Die Bilder dürfen nicht zu „künstlich“ wirken (Komposition, Inhalt, Bearbeitung)
  • Gute Werbefotos spielen mit allen Sinneseindrücken und lösen damit beim Betrachter Emotionen aus (ein eiskaltes, goldenes Bier, ein saftiger Burger mit knackigem Salat, ein kräftiges Pferd mit glänzendem Fell mitten im Galopp, …)
  • Fotos werden auch heute noch als Wirklichkeit wahrgenommen, wenn sie richtig erstellt und eingesetzt werden!

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